Herzlich willkommen auf den Seiten des Clara-Viebig-Zentrums in Eisenschmitt!
Auf diesen Seiten finden Sie Wissenswertes rund um Clara Viebig - die Eifeldichterin - und das Clara-Viebig-Zetrum in Eisenschmitt.Wir würden uns freuen, Sie recht bald persönlich im wunderschönen Salmtal begrüßen zu können.

Nachlese zur Veranstaltung "Frühlingserwachen und 9. Bücherfestival "

am 6. und 7. Mai 2017

Der Schneeblumenblues

9. Bücherfestival9. BücherfestivalLesung Ute Bales

Das Clara – Viebig – Zentrum in Eisenschmitt ist doch immer für Überraschungen gut. Zum 9. Bücherfestival “Frühlingserwachen“ tauchte jemand mit einer Neuheit auf, die leider noch nicht verraten werden darf, die Veranstalter, vor allen Dingen Herrn Georg Fritzsche, für die nächste Zeit aber in Atem halten wird. So kehrten nach erstem Erstaunen die Aussteller an die reich gedeckten Büchertische zurück und boten ihre literarische Viebig- und geistige Eifelware – wie in den Vorjahren – an oder prahlten mit Entdeckungen, die freilich nur unter den Tischen gehalten und bisweilen sogar ausschließlich dort gehandelt wurden. Einer zeigte stolz sein Notenbuch mit einer Komposition des Viebig – Sohns, Ernst Viebig. Ein anderer ließ ein Foto seiner Neuerwerbung eines völlig unbekannten, aber einmaligen Stilllebens von Jakob Lehnen rundgehen und erzählte die dazugehörende Geschichte, wieder jemand erschien mit der Mappe „Schloss Bergfeld“ aus dem Jahre 1904, die gestochen scharfe Innen – und Außenaufnahmen des damals frisch errichteten Schlosses enthält. Das Exemplar, so gut erhalten, als wäre es aus dem Lädchen gezogen, leider unverkäuflich. Fast etwas enttäuscht gingen andere in sich, weil sie nichts annähernd Überzeugendes vorweisen konnten. Auch traurige Beispiele weckten das Interesse, z.B. der „Ahrburgunder“ von Fritz von Wille auf Büttenpapier mit eingeklebten Abbildungen der besten Ahrgemälde des Künstlers. Dann der Schlag ins Gesicht: Die Blätter mit der Widmung vorn und das denkwürdige Bild des Ahrweiler Tors mit der wehenden Hakenkreuzfahne fehlen! Verdammt nochmal, es gibt doch elende Bücherschänder, deren „schlechtes“ Gewissen und deren Selbstverleugnung vor nichts zurückschrecken und fast keine Grenzen mehr kennen.

Für den zweiten Tag des Geschehens (einem Sonntag) war ein besonderes Programm aufgelegt: Den Mittelpunkt bildete die bekannte Schriftstellerin, Ute Bales, die in der Eifel ihre Wurzeln hat, heute jedoch in Freiburg lebt. Sie war gebeten worden, aus ihrem Buch: „Kamillenblumen“ (bereits in 5. Auflage erschienen!) zu lesen. Das allein wäre schon einer Fahrt ins Salm-Tal wert gewesen. Aber dieses Mal gab es sogar eine „Weltpremiere“. Der in der Region bekannte Bluespianist Rafael Rieck hatte im vergangenen Herbst in einer Soloschau am Klavier Clara Viebigs Müller – Hannes lesend, singend und spielend vorgestellt. Das war ihm so gut gelungen, dass sich die Veranstalter vornahmen, ihn zu einer Lesung mit Ute Bales zusammen zu bringen. In diesem Augenblick also, startete ein Experiment. Vorne saßen die Schriftstellerin und neben ihr der Musiker am Klavier. Rieck eröffnete die Darbietung mit einem Blues, und sang dazu ein Liedchen über oder zu Kolverath, dem kleinen Eifeldorf, in dem Bales Roman vorwiegend spielt. Es sollte sich in der Folge noch zeigen, wie sehr sich der Pianist in den Roman eingelesen und eingespielt hatte und zu einzelnen Überschriften seine Blues beim Publikum ablieferte. Ute Bales las in gewohnter Manier herausragende Kapitel ihres Romans und überbrückte die Leselücken mit frei gesprochenen Passagen, so dass die Zuhörer dem Geschehen mühelos folgen konnten und sich entweder aufs Weiterlesen oder auf den nächsten Blues freuten. Das brachte Leben und Abwechslung in die Veranstaltung. Die Zeit verflog nur so und man bangte regelrecht dem Ende der Geschichte entgegen. Rieck tröstete dann am Schluss das Publikum mit einer Zugabe, die er sich zu Ehren der Schriftstellerin ausgedacht hatte, und gab den „Ute – Bales – Blues“ zum Besten. Das rundete diese Premiere würdevoll ab und wurde seitens des Publikums mit einem ausgedehnten Applaus für die beiden Künstler belohnt. - Mit Sektgläsern in der Hand prostete man der fleißig signierenden Schriftstellerin zu oder begab sich auch schon wieder nach unter, wo nicht nur die Verkaufsausstellung fortgesetzt wurde, sondern man Gelegenheit nahm, mit der Schriftstellerin oder dem Musiker zu plaudern. Vielen war es ein Bedürfnis, sich persönlich bei den Künstlern zu bedanken und hervorzuheben, wie dankbar man/frau sei, diesen erbaulichen Nachmittag mit ihnen erlebt zu haben.

Hanns- Georg Salm, Mehlener Straße 2, D – 54595 Gondenbrett/Schneifel, 8. Mai 2017


  Veranstaltungen 2017

Samstag, 27.05.2017, 19.3o Uhr

Europäische Autorenvereinigung "Die Kogge" Autorenlesung

Kogge

 


Samstag, 24.06.2017, 17oo Uhr

Fotoausstellung Gary Retterbush

Gary Fotoausstellung

Samstag, 24.06.2017, 18oo Uhr

Buch und Musik "PaarTiTour"



Sonntag, 2.7.2017, ab 14oo Uhr

Kindertag 2017

Kindertag